Technologie

Die bedeutendste Eigenschaft der Hyflow-Technologie, wodurch sie sich grundlegend von anderen Technologien abhebt, ist die effiziente Einbringung eines gerichteten elektrischen Feldes in das Wasserleitungssystem. Sie beruht auf der Ferrit-Technologie hat zum Ziel, Kristallisationskeime für die Kalkausfällung zu generieren. Durch solche Kleinstkriställchen  wird die homogene Kristallisation von Kalk aus dem Wasser erleichtert, sodass der Kalk sich viel weniger an Oberflächen und Heizelementen ablagert, sondern mit der Flüssigkeit ausgeschwemmt wird. Mit dieser Methode wird die chemische Wasserzusammensetzung unberührt gelassen und die hervorragende Wasserqualität, die von den Kommunen den Haushaltungen bereitgestellt wird, nicht beeinträchtigt. Da die Technologie berührungslos arbeitet, wird auch die Hygiene des Wassers nicht tangiert.

 

Kalksteinverhinderung

 

Das gerichtete elektrische Feld wird in bestimmten Abständen ein- und ausgeschaltet. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit, dass gegensätzlich geladene Ionen kollidieren, drastisch erhöht und die Bildung von Clustern angeregt, die schlussendlich zu stabilen Kristallisationskeimen heranwachsen. Auf diese Weise bewirkt die Präsenz des von Hyflow erzeugten elektrischen Feldes stabile Kristallisationskeime in gesättigtem und ungesättigtem Wasser. Bei nachfolgendem Temperaturanstieg, Druckabfall oder Aufkonzentrierung wird überschüssiges CaCO3 an die bereits gebildeten Kristallisationskeime angelagert und die Leitungswand oder das Heizelement weitgehendst von Ablagerungen verschont. Gleichzeitig halten die Kristallisationskeime den Kalk in Suspension und kann als solcher mit dem Wasser ausgeschwemmt werden.

 

Kalksteinbeseitigung

 

Beim Abbau von Kalkkrusten in einem Wärmetauscher mit Hilfe eines Hyflow verlässt man sich auf das im Wasser gelöste CO2 und auf Turbulenzen im System. Wenn sich die Temperatur des Wassers im Wärmetauscher erhöht, wird normalerweise nur Kalk abgelagert. Wenn jedoch Turbulenzen vorhanden sind, gibt es in dem Wasser Druckveränderungen, die zu einem schnellen Wechsel des übersättigten Zustandes in einen ungesättigten Zustand führen. Solange das Wasser ungesättigt ist, lösen sich in Gegenwart von CO2 die Ablagerungen von den Oberflächen und lagern sich im übersättigten Zustand an den von Hyflow erzeugten, im Wasser schwebenden Kristallisationskeimen an, die dadurch grösser werden und den Kalk über die Zeit wieder abtransportieren. Dieser Prozess dauert je nach Verkalkungsgrad und chemischer Zusammensetzung Monate bis Jahre.

 

Flockung in Schwimmbad Anlagen

 

Hyflow T200 erzeugt nebst Kristallisationskeimen auch Flocken, indem es Schwebstoffe und Schmutzpartikel im Badwasser elektrisch auflädt. Durch die Verwirbelung der geladenen Partikel aggregieren diese miteinander und bilden harte Flocken, die sich auf dem Sandfilter abscheiden und leicht rückspülen lassen. Das Badwasser wird klarer, da weniger Schwebstoffe im Kreis zirkulieren. Dadurch wird auch weniger Desinfektionsmittel, wie z.B. Chlor, unspezifisch an Schwebepartikeln verbraucht und somit auch weniger Säure zur

pH-Einstellung benötigt. Insgesamt lässt sich der Verbrauch an Chemikalien drastisch reduzieren. Aufgrund der leichten Rückspülbarkeit der durch Hyflow T200 gebildeten Flocken, wird die Rückspülung des Sandfilters effizienter. Wasser und Energie kann dadurch eingespart werden.

Die chemischen Reaktionen im Badwasser werden durch das Gerät nicht beinflusst, sondern nur die benötigten Mengen an Chemikalien. Dies hat zur Folge, dass aufgrund geringerer Mengen Chlor-Zudosierung langfristig die Chloramin-Werte sich senken, aber nicht die Spitzenwerte.

 

Glaubwürdigkeit physikalischer Wasserbehandlungsmethoden

 

Die Ferrit-Technologie gehört in die Gruppe der physikalischen Wasserbehandlungsmethoden. Der "Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW)" hat einen Standard  W512 erlassen (käuflich siehe Link) , um die Wirksamkeit der physikalischen Geräte zu dokumentieren. Viele Geräte konnten den Test nicht erfüllen, obschon auf dem Markt positive Resultate beobachtet wurden. So blieben Geräte wie auch allfällige Testmethoden umstritten, was den DVGW dazu nötigte, den Stand der Technologien zusammenzufassen. (Siehe Link). Die Hyflow-Technologie wurde dem Test noch nicht unterzogen.

 

http://www.dvgw.de/fileadmin/dvgw/wasser/verbraucher/trinkwasseraufbereiter.pdf

http://www.beuth.de/de/technische-regel/dvgw-w-512/1226964